20.07.2015

Stadtverband 2015
Kreis-CDU mit klarem Bildungskonzept

Weil das Ringen um eine bestmögliche Bildung heute beginnen muss, damit unsere Kinder morgen die Früchte ernten können, habe der CDU-Kreisverband Böblingen zum Bildungskongress eingeladen, so der Kreisvorsitzende Dr. Dr. Matthias Kauffmann.

Knapp 70 Mitglieder ließen es sich nicht nehmen, bei hochsommerlichen Temperaturen von 40° Celsius an der zentralen Bildungsveranstaltung der Christdemokraten in Dagersheim teilzunehmen.
Sabine Kurtz bezeichnete die grün-rote Bildungspolitik als „eine einzige chaotische Baustelle". Mit der überhasteten Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung, der Einführung der Gemeinschaftsschule ohne eigenen Bildungsplan, ohne passende Schulgebäude und ohne dafür ausgebildete Lehrkräfte, mit ihrem „Realschul-light-Konzept", einem umstrittenen Geheimpapier zur Zukunft der Gymnasien habe die Landesregierung vielfach für Verunsicherung bei Lehrern, Eltern und Schülern gesorgt, so die CDU-Landtagsabgeordnete.
Einen Schwerpunkt legte der Parteitag auf die seit diesem Schuljahr gesetzlich verankerte Ganztagsschule in der Grundschule. „Das grün-rote Ganztagsschulkonzept entspricht nicht den Anforderungen der Eltern", betonte Sabine Kurtz. Es gebe zwar neben einer verbindlichen Form (bei der alle Schüler am Ganztagsbetrieb teilnehmen) auch eine sog. Wahlform (bei der die Entscheidung zur Teilnahme am Ganztagsbetrieb freiwillig ist). Die Entscheidung zwischen diesen Modellen treffe jedoch der Schulträger. Und selbst bei der Wahlform gebe es wegen der Rhythmisierung zusätzlichen Nachmittagsunterricht auch für die Kinder, die keine Ganztagsbetreuung gewählt haben. „Das grün-rote Ganztagsschulkonzept bietet den Eltern und Schulen zu wenig Wahlfreiheit und zu wenig Flexibilität", stellte die CDU-Bildungspolitikerin fest. In diesem Zusammenhang kritisierte sie zudem, dass bestehende flexible Angebote wie Horte, Kernzeitbetreuung und verlässliche Grundschule mangels finanzieller Unterstützung durch das Land vor dem „Aus" stünden.
Eine wichtige Stütze für den Ganztagsbetrieb an Schulen stellen die Sportvereine mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Kooperation mit den Schulen dar. Klaus Tappeser bezeichnete die Sportvereine als einzigartige Quelle für bürgerschaftliches Engagement und Fundament einer Bürgergesellschaft. Tappeser bezeichnete Vereine als den Ort, in dem junge Menschen auch Demokratie erlernen, beispielsweise wenn Kinder die Mitspieler für ihre Mannschaft wählen.
Aus Sicht der Sportvereine böte eine intensivere Zusammenarbeit mit den Schulen bei der Nachmittagsbetreuung auch den Vereinen zahlreiche Chancen. Mit den wachsenden Aufgaben der Vereine steige aber auch deren Finanzierungsbedarf. Dabei könnten beispielsweise Vereine ihre qualifizierten Übungsleiter einbringen, die insbesondere in den Mittagsstunden durch Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes ergänzt und entlastet werden können. Die Vereine bemühen sich nach Kräften, ihre Aufgabe in der Gesellschaft und für die kommende Generation wahrzunehmen. Wenn die Zusammenarbeit von Schule und Verein funktionieren, sei vieles möglich, so der frühere Rottenburger Oberbürgermeister abschließend.
Dr. Dr. Kauffmann dankte Klaus Tappeser für seinen interessanten Beitrag. Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl zeigte sich der CDU Kreisvorsitzende ausgesprochen erfreut, mit Sabine Kurtz eine renommierte Bildungsexpertin im Kreis Böblingen zu wissen und gemeinsam für ein erfolgreiches Abschneiden der CDU bei der bevorstehenden Landtagswahl am 13. März 2016 zu kämpfen.
Den Abschluss bildete eine lebhafte Diskussion zum großen Thema „Bildung". Die anwesenden Mitglieder führten eine vielschichtige und qualitätsvolle Diskussion unter der Moderation von Michael Moroff, in deren Folge verschiedene Anträge beschlossen und verabschiedet werden konnten.
(aus CDU-BB) KR
 
 
 

Sabine Kurz mit Paul Nemeth (aus CDU-BB)

 
   
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