03.05.2012

Stadtverband 2012
Energiewende nimmt Fahrt auf

Energiewende nimmt Fahrt auf
Nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag die Windstromproduktion im Zeitraum von Januar bis März mit 15.682 Gigawattstunden (GWh) um 35 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.


Die So-larstrom-Produktion stieg im selben Zeitraum sogar um 40 Prozent auf 3.900 GWh. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft jetzt mit. „Der aktuelle Anstieg der Produktion erneuerbaren Stroms zeigt: Der Umstieg Deutschlands auf eine regenerative Energieversorgung beschleunigt sich weiter – Deutschland ist auf dem besten Weg, sein Ausbauziel von 35 Prozent erneuerbarer Energien im Jahr 2020 zu erreichen.“ Dies verkündet stolz Norbert Röttgen.
Die nächsten Sätze der Presseinformation werden schon oft gar nicht mehr gele-sen: „Der dynamische Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stellt die Stromversorgung allerdings auch vor neue Herausforderungen. So brau-chen wir einen schnellen Ausbau des Stromnetzes, um über größere Strecken Er-zeugung und Nachfrage auszugleichen. Dafür hat der Bund durch Gesetze zum beschleunigten Netzausbau, eine verbesserte Bürgerbeteiligung und verstärkte wirtschaftliche Anreize die Voraussetzungen geschaffen. Daneben hat für die Bun-desregierung die Entwicklung neuer Speichertechnologien und mittelfristig der Bau neuer Speicher höchste Priorität. Das mit 200 Mio € dotierte Speicherforschungs-programm soll helfen, neue Speichertechnologien zu entwickeln. Mit den im EEG und im Energiewirtschaftsgesetz jüngst getroffenen Regelungen werden Speicher von der EEG- und Netzumlage befreit und damit die Wirtschaftlichkeit dieser Anla-gen verbessert. Insgesamt soll damit erreicht werden, dass nicht bei Starkwind im Norden und Osten Deutschlands Windparks vom Netz genommen werden müssen.“
Die Diskussionen zur Energiewende werden in den ersten Sätzen leider meist nur von Schlagworten beherrscht. Steigerungsraten des Anteils der erneuerbaren Energien an der Energie- oder Stromerzeugung und Reduzierung der CO2- Emis-sionen während des Betriebs sind erfreuliche Zahlen, geben aber nicht die ganze Wahrheit wieder, um der Bevölkerung und der Industrie eine kostengünstige Energie nachhaltig im benötigten Umfang zur Verfügung stellen zu können.
Nachhaltigkeit muss auch CO2 - Emissionen sowie den Verbrauch von Materialien bei der Produktion der Anlagen berücksichtigen. Unter diesen Aspekten schneidet die Photovoltaik (energieaufwändige Produktion mit hohen CO2- Emissionen, neuere und künftige Anlage haben schon bessere Bilanzen) noch schlecht ab. Außerdem ist die Binsenweisheit zu berücksichtigen, dass die Energie der Sonne in Spanien und Griechenland um den Faktor 2 sowie in der Sahara um den Faktor 3 ergiebiger ist und die Windgeschwindigkeiten in küstennahen Regionen und den Höhen des Schwarzwaldes (in einer Höhe von 80 m im Mittel etwa 7 m/s) und in offshore-Gebieten (auf dem Meer, etwa 8 m/s und mehr) höher sind. Natürlich weht auch in Waldenbuch auf den Höhen des Hasenhof und des Betzenberg der Wind, allerdings nur mit einer Geschwindigkeit von etwas über 5 m/s. Das bedeutet, dass der Ertrag in Windenergieanlagen in Waldenbuch um etwa den Faktor 2 niedriger als in küstennahen Regionen oder auf den Höhen des Schwarzwaldes und etwa um den Faktor 3 niedriger als bei Offshore-Anlagen ist und somit der Materialverbrauch, bezogen auf die erzeugte Energie, um diese Faktoren höher.
In den nächsten Wochen wollen wir Ihnen weitere Fakten zur Energiewende und auch zum Konzept der CDU Baden-Württemberg erläutern. Bei der jetzigen grün-roten Landesregierung sind bisher keine Konzepte ersichtlich außer, dass im Sinne einer falsch verstandenen Bürgerbeteiligung alles den Kommunen, siehe die unendliche Diskussion über den Entwurf des Windenergieerlasses, überlassen wird ähnlich wie bei der Schulpolitik.
CDU-Stadtverband Karlheinz Roth
 
 
 
 
   
© 2005 CDU Stadtverband Waldenbuch 
www.cdu-waldenbuch.de