04.11.2011

Stadtverband 2011
Energiewende im Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaschutz

Karlheinz Roth
„Es ist ohne Frage eine Herkulesaufgabe, der wir uns gemeinsam stellen wollen. Wir müssen neue Wege in der Energiepolitik gehen.


Baden-Württemberg ist eine der leistungsstärksten und wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen Europas“, sagten der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk MdL, und der energiepolitische Sprecher, Paul Nemeth MdL, im Rahmen des Energiekongresses der CDU-Landtagsfraktion am 17. Oktober 2011. Auf dem Kongress trugen hochrangige Referenten aus Politik (Bundesumweltminister Norbert Röttgen MdB), Wirtschaft und Forschung vor.
Die ambitionierten Ziele könnten nur dann erreicht werden, wenn die anstehenden Herausforderungen, etwa beim Ausbau der Stromnetze und der Schaffung neuer Speicher-mög¬lichkeiten bewältigt werden. Durch die Stilllegung der Kernkraftwerke Neckarwest-heim I und Philippsburg I müsse der Anteil der Stromimporte bereits deutlich erhöht werden. „Gerade als Industriestandort sei Baden-Württemberg auf eine Energieproduktion angewiesen, die einen möglichst hohen Anteil des Bedarfs selbst decken könne und nicht gezwungen werden dürfe, Atomstrom aus dem Ausland in großem Umfang zuzukaufen“, erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt, Energie und Klima Ulrich Lusche.
Um dem hohen Bedarf an Energie allerdings gerecht zu werden, reiche es aber nicht aus, nur die Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen zu erhöhen. Nachhaltigkeit bedeutet Ressourcenschonung und Schutz der Umwelt. Speziell für Baden-Württemberg gelte, dass die ökologischen und ökonomischen Aspekte in Einklang gebracht werden müssen. Die Subventionen, die nicht mit einer Anschubfinanzierung für Forschung, Entwicklung und Markteinführung zu verwechseln sind, müssen sobald wie möglich fallen. Es darf nicht sein, dass bestimmte Unternehmen Kapitalrenditen von mehr als 20 % auf Kosten des kleinen Mannes, z.B. durch stark erhöhte Einspeisevergütungen, erwirtschaften. Auch sollten Naturgesetze beachtet werden, z.B. liegen die Nutzungsdauern von Windrädern im „Offshore“-Bereich (also im freien Meer) bei etwa 5000 h, bei „Onshore-Anlagen bei 2000 bis 3000 h, und Baden- Württemberg bietet nicht die günstigsten Voraussetzungen. Sich nach der Energiewende nur ein Ziel zu setzen, nämlich 10 % Windenergie, reicht für Baden- Württemberg nicht aus.
Eine massive Verbesserung der Netze und der Ausbau der Speichermöglichkeiten seien mindestens genauso zwingend. „Um einen neuen Weg in der Energiepolitik erfolgreich und nachhaltig gehen zu können, ist der schnelle Ausbau von Speichermöglichkeiten ein zentrales Ziel. Eines der vornehmlichsten Projekte in diesem Zusammenhang ist der Bau des Pumpspeicherkraftwerks in Atdorf. Die CDU-Fraktion in Baden-Württemberg wird sich daher dafür einsetzen, dass in Atdorf das Pumpspeicherkraftwerk entstehen kann und auch die Bevölkerung vor Ort das Projekt als einen wichtigen Beitrag der Energiewende und eine Investition in die Zukunft begreift“, so Nemeth.
Wir fordern von der Regierung ein klares Konzept und bieten eine Lösung
Die Umsetzung der Energiewende stelle nicht nur Problemstellungen, die die Politik lösen muss. Der Umbau unserer Energieversorgung muss zwar schnell, aber mit Augenmaß erfolgen. Ein stetiger Dialog zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft aber auch der Bevölkerung ist notwendig, um die Herausforderungen gemeinsam meistern zu können. Die CDU-Fraktion will sich dieser Aufgabe annehmen. „Es gibt noch viele offene Fragen, noch viel zu tun“, erklärte Hauk. Die Ergebnisse des Kongresses sollen in das Energiekonzept der CDU-Fraktion einfließen, das im Frühjahr fertig gestellt wird.
 
 
 
 
   
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