04.11.2011

Stadtverband 2011
CDU-Positionen in der Bildungspolitik stehen

Karlheinz Roth
CDU-Positionen in der Bildungspolitik stehen
"Unsere Positionen in der Bildungspolitik stehen.


Und wir sind ab sofort gesprächsbereit, wenn Minis-terpräsident Kretschmann tatsächlich über einen breiten Schulkonsens für Baden-Württemberg spre-chen will. Wir stehen zu unserer Verantwortung für Baden-Württemberg! Wenn die Landesregierung auch ein bildungspolitisches Konzept haben sollte, kann man auch darüber sprechen.
Wir wollen keine ideologische Bildungspolitik für unser Land. Die beste Bildung, die beste Förderung für jedes einzelne Kind muss im Mittelpunkt stehen." So fasst der CDU-Landesvorsitzende das Ergebnis des ersten mitgliederoffenen Landesparteitags der Südwest-CDU, am 15.10.2011 in Stuttgart zu-sammen.
Erstmals waren nicht nur die Delegierten, sondern alle Mitglieder eingeladen, um mit zu diskutieren und mit abzustimmen. Schließlich gab es keinen Antrag des Landesvorstandes, über den am Ende entschieden wurde. Die Beschlüsse wurden gemeinsam im Plenum des Landesparteitages und in vier Foren zu den Themen Frühkindliche Bildung, Bildungswege, Bildungsföderalismus und Ganztagsbe-treuung erarbeitet. Eine geeignete Methode, um die oft vielfältigen Meinungen der Mitglieder rech-tzeitig in die Meinungsbildung einzubinden! Weiter so!
Als Ergebnis der Diskussionen im 1. Forum tritt die CDU Baden-Württemberg bei der frühkindlichen Bildung für den von der CDU-geführten Landesregierung eingeführten Orientierungsplan und für die Fortsetzung des beschlossenen Programms "Singen-Bewegen-Sprechen" ein. Ferner erneuerte die CDU ihren Beschluss zu einem verpflichtenden und beitragsfreien dritten Kindergartenjahr. Die grün-rote Landesregierung ist aufgefordert, die Verhandlungen mit den kommunalen Spitzenverbänden über die Aufteilung der Kosten zügig zum Abschluss zu bringen.
Zum Thema "Bildungswege in Baden-Württemberg" war die Bundesministerin Annette Schavan MdB als stellv. CDU-Vorsitzende und Vorsitzende der CDU-Bildungskommission eingeladen, um den Antrag des CDU-Vorstands an den 24. Bundesparteitag zum Thema „Bildungsrepublik Deutschland“ zu erläu-tern, der in der Presse anfangs als gegensätzlich zu den Konzepten der CDU Baden-Württemberg dar-gestellt wurde. Frau Schavan will mit diesem Antrag die CDU auf die in der Zukunft geänderten Rand-bedingungen einstimmen, da sich die Schullandschaft in Deutschland wegen der stark zurückgehenden Schülerzahlen ändern wird und somit die bestehenden Konzepte anzupassen sind. Das heisst aber nicht, dass die bestehenden Abschlüsse der Hauptschule und (Werk)realschule und das Abitur in Art und Anforderung geändert werden sollten und der „Einheitsbrei“ der Gesamtschule mit den geringsten gemeinsamen Anforderungen eingeführt werden sollte. Dann würde nämlich auch Baden- Würt-temberg im Bildungsniveau absinken wie andere Bundesländer, die die Gemeinschaftsschule seit Jah-ren eingeführt haben. Als mögliche Lösung bei stark sinkenden Schülerzahlen könnte auch in Baden- Württemberg das sächsische Modell dienen, über das der sächsische CDU- Staatsminister Roland Wöl-ler MdL berichtete: Zusammenfassung der Hauptschule und Realschule unter einem Dach mit zwei getrennten Schulzweigen ab der Klasse 7.
Als Ergebnis der Diskussion in diesem 2. Forum ist festzuhalten, dass die CDU Baden- Württemberg entschieden für die Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung, für die Beibehaltung des differenzierten Bildungssystems und für die weitere stufenweise Absenkung des Klassenteilers auf 28 für alle Schularten eintritt.
Der CDU-Landesverband steht nach wie vor zum Bildungsföderalismus. Um den gestiegenen Mobili-tätsanforderungen gerecht zu werden, ist die Schaffung vergleichbarer Bildungsstandards notwendig, insbesondere auch bei der allgemeinen Hochschulreife. Auf der Bundesebene lehnt die CDU Baden-Württemberg die Einführung eines Bildungsrates neben der Kultusministerkonferenz ab.
In der Ganztagsbetreuung soll nach dem Willen der CDU Baden-Württemberg das Betreuungsangebot an Schulen und Kindertagesstätten sowohl qualitativ als auch quantitativ an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern ausgerichtet werden. Deshalb muss es ein möglichst breit gefächertes, am Bedarf orientiertes Ganztagesbetreuungsangebot in offener, teilgebundener und gebundener Form geben.
 
 
 
 
   
© 2005 CDU Stadtverband Waldenbuch 
www.cdu-waldenbuch.de